Nordwestwand

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Routen Details:
KL Hoi, H. Stelzig, L. Dengg, 4. September 1971. — VI, A2. Vorwiegend freie Kletterei in sehr steilen festen Platten, es wurden keine Bohrhaken verwendet, es befinden sich vermutlich bereits alle nötigen H im Fels. 770m, 7 — 10 Stunden; mehrfache Ausquerungsmöglichkeit nach rechts zur Dachlkante. Zugang: Von der Haindlkarhütte am rot bezeichneten Weg zum Peternpfad bis zu den ersten Felswänden. Dort wo der Steig über das Bachbett und den Schuttkegel nach links quert ihn verlassen und wenige Meter unter die Schrofenwand empor. Über eine Grasrampe schräg links zu höhlenartigen Nischen, dann schräg rechts aufwärts (II) in eine große Schlucht. Die Schlucht (II +) bis fast an ihr oberes Ende empor, dann mittels eines Risses rechts hinaus auf einen hahnenkammartigen kurzen Grat. Auf ihm (III) zur aufsteilenden Wand. 2 Stunden von der Haindlkar­ hütte. Führe: Kleinsplittrig über eine Wand (V) empor und nach rechts auf ein Band. Nun über eine abdrängende Wand (V) und auf dem oberhalb befindlichen Band an sein rechtes Ende. Einen Riß empor und schräg rechts unter den langen Dachriegel (V). Nun Quergang 30 m nach rechts zu Stand ( — VI, „Dengg-Schaukel“). Gerade empor (VI —) bis man schräg rechts aufwärts einen Riß erreicht, welcher direkt unter die Überhänge leitet (V, III). Nun Quergang wenige Meter nach links (V) und empor unter das große schwarze Dach. Über dieses (A2) in einen Plattenriß, dem man (V) zwei Seillängen bis auf ein großes Band folgt. Nun links eines dunklen schrägen Risses in der Platten­ wand (Schuppenrisse, V + ) empor, dann über einen wulstartigen Überhang (A2).
in eine abdrängende Verschneidung. Diese (A2) empor, bis man auf einer Leiste nach rechts zum Beginn einer weiteren Verschneidung queren kann (V 4-). Durch diese überhängend empor (A2) zu ihrem dachartigen Abschluß. Rechts hinaus zum Beginn eines schwarzen Kamines (V). Durch den rauhen Kamin (IV) mit zwei Seillängen auf das Ringband des Rößneranstieges und am Ringband nach rechts bis vor den Kessel der Ausstiegsschlucht des Rößneranstieges. Vom dort befindlichen Schuttsattel die Plattenwand etwa 10m empor, dann kurzer Quer­ gang nach rechts (V) in einen rauhen Riß. Durch den Riß, an einem Dach vorbei, auf das Obere Ringband (V). Auf dem Ringband nach links bis zu seinem Ende, dann (identisch mit dem Seitelberger ausstieg) über einen wulstartigen Überhang nach links und gerade zum Gipfel empor.
Quelle: Österreichische Alpenzeitung 1981, Folge 1439, Seite 94-95

Quelle: Jahresbericht der Hochtouristischen Gruppe "Bergland" der ÖAV Sektion Wien 1970-73, Seite 90
Quelle: Der Bergsteiger 1977, Heft 1, Seite 56

Dachl-Nordwestwand, Gesäuse
Erstbegehung der 800 m hohen Dachl-Nordwestwand am 4. September 1971 durch die Österreicher Klaus Hoi, Hugo Stelzig und Lois Dengg. Schwierigkeit: VI. 13 Stunden Kletterzeit. 60 Normalhaken, fast alle belassen.
Die Route verläuft ungefähr in der Mitte zwischen Dachl-Nordwand (Rößnerweg) und Direkter Dachlkante. Sie überwindet im unteren Bereich eine senkrechte schwarze Wandstufe, die durch ihren feinsplittrigen, abwärts geschichteten Fels ein großes Hindernis darstellt, und durchzieht dann in naturgegebener Linie die gewaltige Plattenzone unterhalb des Dachlkopfes.
Während am Dachl mit Ausnahme des Rößnerweges alle Routen hakentechnischen Charakter haben, zeichnet sich die neue Führe fast durchwegs durch freie Riß- und Plattenkletterei in bestem Fels aus.
Alois Dengg
Quelle: Der Bergsteiger 1972, Heft 4, Seite 248

Quelle: Alpinismus 1972, Heft 3, Seite 8

Erste Alleinbegehung durch A. Indrich am 31.8.1974 (10. Begehung)
erste Damenbegehung durch Veronika Sint Menzel mit S. Sint am 14.6.1975 (12. Begehung)
Datum erste Besteigung:
04.09.1971
Gipfel:
Dachl
Erste(r) Besteiger(in):
Dengg Alois
Hoi Klaus
Stelzig Hugo