Südwandkamin
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Routen Details:
Quelle: Der Gebirgsfreund 1948, Seite 7
Mittlerer Mannlkogel (2268 m). Erste Ersteigung durch den Südwandkamin durch Hubert Peterka und Ignaz Obermüller, am 31. Iuli 1946 (im Abstieg).
Allgemeines: Aus der gewaltigen Firn- und Eisschlucht zwischen Südlichem Mannlkogel und Geisterkogel, erhebt sich die Südwand des Mittleren Mannlkogels, die in hrem linken Teile einen Riesenkamin besitzt, der die gerade Fortsetzung der Schlucht zur Scharte vor dem Geisterkogel bildet. Dieser Kaminschacht weist eine völlige Senkrechte aus und ist mit äußerst schwierigem Zustieg (ab Sommer gefährliche Klüfte und Eisarbeit!)
aus der Weiten Zahring zu erreichen (Zugänge: K. Prusik und L. Wührer, Juli 1928, zur Mittleren Mannlkogel-Südwand und L. Peterka, Mai 1932, zur Südlichen Mannlkogel-Südwandschlucht).
Einzelheiten : Aus der Weiten Zahring zur Eisschlucht empor, die das Mannlkogel- und Geisterkogelmassiv trennt. Durch diese düstere Schlucht über mehrere Eishindernisse hinauf; vereinzelte Stellen können in der linken Begrenzungswand sehr schwierig erstiegen werden. Bei ihrer Gabelung in zwei Aste, den linken Teil weiter und zum Einstieg in den steilen Riesenkamin. Auf einer abschüssigen Schuttkanzel Steinmann. Über Blöcke in den dunklen Schacht hinein und spreizend darinnen empor, dann nach links aus die Klemmblöcke hinaus. Von diesen wieder in den Kamingrund zurück und mit Hilfe der linken Seitenwand im Inneren weiter. Durch ein Fenster hindurchstemmend zu einem prächtigen Absatz (Steinmann). unmittelbar an der linken Kaminwand in herrlicher
Kletterei höher und nach vereinzelten Stemmstellen zum oberen Steilaufschwung des Kamins. Mit einem kleinen Quergang nach links und unmittelbar durch den senkrechten Rißkamin zum Ausstieg in die Scharte zwischen Geisterkogel und Mittlerem Mannlkogel.über den unschwierigen Grat nach rechts zum Gipfel.
Sehr schwierige Kaminkletterei. Kletterzeit 2 Stunden vom Einstieg. Eine der landschaftlich schönsten Felsfahrten der Weiten Zahring.
Nachsatz: Obwohl die erste Begehung im Abstieg (ohne Abseilen) ausgeführt wurde, erwiesen sich sämtliche Kletterstellen auch einwandfrei als im Aufstieg begehbar. Besondere darunter wurden sofort zurückgeklettert.
Quelle: Österreichische Alpenzeitung 1950, Folge 1253, Seite 150
Datum erste Besteigung:
31.07.1946
Gipfel:
Manndlkogel Mittlerer
Erste(r) Besteiger(in):
Obermüller Ignaz
Peterka Hubert