Nordwand - "Reichensteiner Weg"

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Routen Details:
Schermberg (Nordwand). 1. Durchsteigung der direkten Gipfelwand (Reichensteinersteig) durch Sepp Eitzenberger und Hubert Retschizecker am 12. Juli 1931.
Vom großen Schuttfeld, etwas links (immer im Sinn des Anstieges) von der Fallinie des Gipfels, über erst plattigen, später gut gestuften Fels schräg rechts hoch, bis man sich etwa 100 m ober dem Schuttfelde und in der Gipfelfallinie befindet. Bis hieher sind mehrere Möglichkeiten. Man steht jetzt vor einer kleinen Nische, ober der sich die Plattenwand senkrecht aufbaut. Nun einige Meter waagrecht, dann etwas absteigend und wieder waagrecht eine Seillänge nach rechts (Haken). Dann schräg rechts hoch in den Winkel (Haken). Knapp links zieht eine Rißreihe empor, die links von einer Rippe begrenzt wird und mit mehreren kleinen Überhängen versehen ist. Erst über den überhangenden, wackligen Block und teils in den Rissen, teils auf der Rippe (Haken) etwa 50 m empor. Hier schneidet ein nach links ziehender Querriß, ober dem die Wand stark heraushängt, den Weg. Nun unter dem stark abdrängenden Überhang schiebend nach rechts auf ein schräg rechts hochziehendes Band (Haken), über das später stark schotterige Band etwa 15 m aufwärts in einen Winkel. Hier ziehen zwei knapp nebeneinanderliegende, überhangende Risse hinan. Durch den linken empor und über morschen Fels schwach rechts haltend in eine Einbuchtung (Blechdose). Links durch den überhangenden Riß auf brüchiges Gelände, über dieses schwach links haltend durch brüchige Risse auf die Rippe, die vom Westgipfel herunterzieht und sich nach unten in glatte Platten verliert. Man hat nun die große Schrofenmulde erreicht, die vom Haupt- und Westgipfel herunterzieht. Durch diese unschwer auf den Gipfel.
Kletterzeit 4 Stunden. Wandhöhe vom Schuttfeld aus etwa 450 m. Nach Gesäusewertung ungewöhnlich schwierig (IV bis V).
Quelle: Österreichische Alpenzeitung 1937, Folge 1185, Seite 220
Datum erste Besteigung:
12.07.1931
Gipfel:
Schermberg
Erste(r) Besteiger(in):
Eitzenberger Sepp
Reschizecker Hubert