Reischmann Josef
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Biografie:
Josef „Sepp“ Reischmann, Reichenau, + Rettungsversuch am Hintersteinersee
Kletterpartner von Richard Gerin, Karl Franek
Sepp Reischmann vollbrachte außergewöhnliche Leistungen, darunter sehr viele Erstbegehungen, im Hochschwab, im Gesäuse, am Dachstein und am Watzmann. Er durchstreifte die gesamten Dolomiten. 1949 unternahm er bedeutende Touren im Kaisergebirge sowie zahlreiche Alleingänge in den Zillertaler Alpen.
Richard Gerin und Josef Reischmann war eine gut eingespielte Seilschaft. Ihnen gelang die erste Durchkletterung der Nordwestwände der Lausköpfe (etwa 2400 m) im Hochköniggebiet, am 27. August 1936 die erste Ersteigung des Großen Grimming (2351 m) über den Jausengrubenbauch aus der Großen Jausengrube am 29. August 1936 und am 1. September 1936 bestiegen sie als Erste über die Nordwestwand den Elfer (2200 m) im Dachsteingebirge.
1934 3.Beg.Westliche Zinne-Nordostkante „Demuthkante“,VI-/A1,550 HM,2973m, (Sextener Dolomiten)
1934 9.Beg.Große Zinne Nordwand „Comiciführe“,VI+/A1,400 HM,2999m, (Sextener Dolomiten)
1935 5.Beg.Marmolata-Südwand-Südpfeiler, (Dolomiten)
1936 1.Beg.Lausköpfe-Nordwestwände „Gerin-Reischmann-Führe“,2501m, (Berchtesgadener Alpen)
1936 1.Beg.Großer Grimming aus der Großen Jausengrube,2351 m, (Dachsteingebirge)
1936 1.Beg.Elfer-Nordwestwand „Gerin-Reischmann-Führe“,2200m, (Dachsteingebirge)
Gerd Schauer, Isny im Allgäu
SEPP REISCHMANN
Nell'estate del 1949, in un generoso tentativo di salvataggio sul lago di Hintersteiner, perdeva la vita Sepp Reischmann.
Nato a Reichenau, 38 anni fa, si distinse presto per la sua abilità en roccia e per la generosità neig numerose salvataggi ad alpinisti infortunati, nel corso dei queli mise spesso a repentaglio la sua vita. Porto a compimento eccezionali imprese, tra cui numerosissime vie nuove, nell'Hochschwab, nel Gesäuse, nel Dachstein, nel Watzmann. Frequentò, da innamorato, le Dolomiti tutte, dalle Tre Cime alla Marmolada, dal Catinaccio al Brenta, alle Pale de S. Martino, al Monfalconi, legando II suo nome al Pilastro Sud della Marmolada (5. saleta, 1935), alla parete Nord della Cima Grande di Lavaredo (9. saleta, 1934), allo Spigolo NE della Cima Oeest (3, salere, 1934).
Lob scoppia Hella gaerra gli aveva impedito di raggiungere, come desiderava, le Alpe occidenteli; ma nè i 5 anni de servizio al fronte, ne i 3 de prigionia in Russia, avevano spende in laue I'ardore del salire, e, nell'estate del 1949, retornando fra i suoi monti, compiva importanti salite nel Kaisergebirge e Numeros, da solo, nelle Alpi della Zillertal.
La Sua scomparsa priva I'Alpinismo di uno dei più profondi ed appassionati conoscitori di tutte le Alpi Calcaree.
Quelle: Rivista Mensile 1951, Volume 70, Seite 248
Sepp Reischmann
Tief beeindruckt von meiner Bergfahrt in den Hohen Atlas Anfang September 1949 zurückgekehrt, ereilte mich die Nachricht von dem Opfertod meines Bergkameraden Sepp Reischmann. Unfaßbares Unglück hat ihn am ersten Tage seines Dienstantrittes nach einem zweiwöchigen Urlaub, dem ersten seit seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft, bei einem tragischen Rettungsversuch am Hintersteinersee im 38. Lebensjahr den Tod finden lassen. Wie stets im Leben, war ihm auch hier die Erfüllung wahrer Menschenpflicht Gebot.
An seiner Wiege stand sozusagen die Rax. Als Reichenauer Kind wuchs er in der Liebe zu den Bergen heran. Rax und Schneeberg bargen für ihn keine Geheimniste. Die schwierigsten Probleme meisterte auch er. Als Mitglied der Alpinen Rettungsstelle Reichenau hat er vielfach schwere Bergungen durchgeführt, wo er stets sein Leben für die Rettung verunglückter Bergsteiger einsetzte.
Hervorragende Bergfahrten führte er weiters u. a. am Hochschwab, im Gesäuse, am Dachstein, Watzmann, in der Brenta und in den Dolomiten durch. Aus der Fülle seien lediglich herausgegriffen: Guglia di Brenta, Cima di Brenta, Schleierkante, Marmolata-Südpfeiler (3. Begehung), Große Zinne-Nordwand (9. Begehung), Überschreitung des Drei-Zinnen-Stockes, Demuthkante auf die Westliche Zinne, Vajolett-Überschreitung, Cozziriß am Campanile di Montanaia, mehrmals die Steinerroute in der Dachstein-Südwand, auch im Auf- und Abstieg im Alleingang, sowie eine Reihe von Erstbegehungen. Auf der Höhe seines bergsteigerischen Könnens wollte er sich den Westalpen zuwenden. Der Ausbruch des Krieges zerschlug alle seine Pläne.
Nach schwerem fünfjährigen Frontdienst und fast dreijähriger russischer Gefangenschaft fand er sich im Sommer 1949 wieder in seinen Bergen. Trotz der langen Pause führte er im Kaiser bedeutende Felsfahrten durch, so u. a. Totenkirchl (Heroldweg), Kopftörlgrat, Fleischbank-Ostwand, Predigtstuhl-Nordkante, und in den Zillertaler Alpen im Alleingang die vollständige Überschreitung des Hochfeilerstockes, Großes Mösele, Schönbichlerhorn usw.
Viele Bergfahrten verbanden mich mit Sepp in treuer Kameradschaft. Seinem ganzen Wesen entsprechend, sprach er stets bescheiden von seinen bedeutenden Erfolgen.
Ich verlor wieder durch tragische Umstände einen treuen, lieben, hervorragenden Kameraden. Sein Tod ist um so tragischer, als wenige Tage später, als man ihn dank der unermüdlichen Anstrengungen der Rettungsmannschaften aus den Tiefen des Hintersteinersees geborgen und der Erde übergeben hatte, sein Sohn das Licht der Welt erblickte.
Karl Franek.
Quelle: Österr. Alpenzeitung 1950, Folge 1251, Seite 83-84
Geboren am:
1911
Gestorben am:
1949
Erste Route-Begehung