Rohracher Josef Anton

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Biografie:
gestorben in Lienz (Österreich)

Josef Anton Rohracher, das älteste Mitglied des Alpenvereins und der Sektion Lienz, Osttirol, wurde auf besondere und wohlverdiente Weise geehrt: Der Verwaltungsausschuß überreichte dem Jubilar, der seit 72 (!) Jahren AV-Mitglied ist, zu seinem 94. Geburstag ein in wertvoller Goldschmiedearbeit eigens hergestelltes Edelweiß, um so die ganz einmaligen Verdienste Rohrachers zu ehren. J. A. Rohracher hat sich besonders um die Pflege des Alpenvereins in Osttirol und in den angrenzenden Dolomiten verdient gemacht. „Berge und Heimat“ verdankt dem greisen Jubilar wertvolle Erinnerungen, die Seite 208 ver­öffentlicht werden und uns ein anschauliches Bild der großen Leistungen des hochbetagten Bergsteigers geben.
In der Julinummer beginnen wir damit, die Bergwelt Osttirols und Kärntens zu schildern, um auf diese Weise die Mitglie￾der und Leserschaft zum Besuche dieser Gebiete einzuladen, nachdem die Haupt Versammlung des Alpenvereins im September 1950 in Kärnten, und zwar in Spittal a. d. Drau, stattfinden wird, Kärnten und Osttirol aber in der Bergsteigergeographie eine kaum trennbare Einheit bilden. Das Augustheft wird daher diesem Anlaß und den Alpen Kärntens und Osttirols ausschließlich gewidmet sein.
Quelle: Berge und Heimat 1950, Heft 06, Seite 208 ff

Josef Anton Rohracher (+),
Ehrenmitglied und ältestes Mitglied des österreichischen Alpenvereins. Am 10. Januar 1954 verstarb im 98. Lebensjahr in Lienz, wo er seinen Lebensabend verbrachte und auch beerdigt wurde, das älteste und Ehrenmitglied des österreichischen Alpenvereins sowie der Sektion Lienz, Kommerzialrat und Altbürgermeister von Lienz Josef Anton Rohracher, Kommerzialrat Rohracher, von dem wir in "Berge und Heimat", 1950, Seite 208-210 und 212, einen ausführlichen Lebensbericht mit Bild, zum Teil aus seiner eigenen Feder, veröffentlichten, war bei seinem Tode 76 Jahre lang Mitglied des Alpenvereins gewesen! Diese hohe Zahl von Mitgliedsjahren hat bis jetzt kein anderes Alpenvereinsmitglied erreicht. Die Pioniertätigkeit und das Arbeitsfeld des Verstorbenen als Alpenerschließer lag in seinem heimatlichen Bergland rings um Lienz in Osttirol und in den angrenzenden Gebieten der Südtiroler Dolomiten, wo er am 1. Mai 1878 Geschäftsführer des Gasthofes Ampezzo in Toblach wurde und 1889/90 das Hotel Germania erbaute. Rohradier gehörte auch jenem Lienzer Kameradschaftskreis an, auf dessen Anregung hin der Name "Lienzer Dolomiten" für die Bergwelt vom Gailberg im Osten bis zum Abfall der Gruppe im Westen zwischen Kartitscher und Tiiliachtal eingeführt wurde. Anläßlich des 94. Geburtstages des Verstorbenen im Jahre 1950 überreichte der Verwaltungsausschuß des ÖAV. dem Jubilar ein eigens dafür in wertvoller Goldschmiedearbeit hergestelltes Edelweiß, um so die Besonderen Verdienste und die älteste Mitgliedschaft zu ehren.
W. Fl.
Quelle: Der Bergsteiger Heft 06 März 1954, Seite 65

Führer aus Mittertal
1977 1.Beg.Simonskopf-Südgipfel-Westrinne,2687m, (Gailtaler Alpen)
1879 1.Best.Toblacher Neunerkofel von Nordosten,2581m, (Sextener Dolomiten)
1885 1.Beg.Kleine Sandspitze-Südwestwand "Normalweg",2762m, (Gailtaler Alpen)
1885 1.Beg.Schartenschartl von Südwesten "Normalanstieg",2575m, (Gailtaler Alpen)
1891 1.Beg.Hochstadel-Südwestgrat,2680m, (Gailtaler Alpen)
1894 1.Beg.Hochflachkofel-Südsüdwestgrat,II,3097m, (Rieserfernergruppe)
1894 1.Beg.Hochflachkofel-Südwand im Abstieg,II,3097m, (Rieserfernergruppe)

Gerd Schauer, Isny im Allgäu


Geboren am:
1856
Gestorben am:
10.01.1954

Erste Route-Begehung